Heizungstausch in Wien: Kosten, Förderungen & Systemvergleich 2026
Was kostet ein Heizungstausch in Wien 2026?
Die alte Gastherme tuckert noch, aber jeder Winter wird teurer. Die Werbung verspricht "Heizungstausch ab 5.000 Euro", der Nachbar schwärmt von seiner Wärmepumpe, und der Installateur nennt Ihnen am Telefon eine Zahl, die Sie nicht einordnen können. Die kurze Antwort auf die Frage, was ein Heizungstausch in Wien kostet: zwischen 3.000 Euro für einen einfachen Fernwärmeanschluss und 50.000 Euro für eine Erdwärme-Wärmepumpe im Einfamilienhaus. Die ehrliche Antwort: Der Systemwechsel ist nur die halbe Rechnung.
In vielen Wiener Altbauten reden wir nicht nur über den Tausch eines Geräts, sondern über Kernbohrungen durch 60 Zentimeter dicke Mauern, die Verstärkung des Stromanschlusses, neue Niedertemperatur-Heizkörper und den Rückbau der alten Gasleitung. Wer diese Posten im ersten Angebot nicht sieht, zahlt am Ende drauf. Deshalb haben wir für Sie zusammengefasst, was die gängigen Systeme tatsächlich kosten, welche Förderungen Sie heuer noch abholen können und wo im Wiener Altbau die unsichtbaren Kostenfallen lauern.
| Heizsystem | Investition in Wien 2026 | Eignung |
|---|---|---|
| Gas-Brennwerttherme (1:1-Austausch) | 2.400 - 7.000 EUR | nur noch Übergangslösung |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe (Wohnung/Altbau) | 18.000 - 28.000 EUR | Zinshauswohnung, Reihenhaus |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe (Einfamilienhaus) | 20.000 - 35.000 EUR | EFH, Doppelhaus |
| Erdwärme-Wärmepumpe (Sole-Wasser) | 25.000 - 50.000 EUR | EFH mit Grundstück |
| Pelletheizung | 18.000 - 30.000 EUR | EFH mit Lagerraum |
| Fernwärme-Anschluss (Wohnung) | 3.000 - 8.000 EUR | Innenbezirke, Zinshaus |
| Fernwärme-Anschluss (Zinshaus, ca. 25 WE) | 60.000 - 90.000 EUR | gesamtes Zinshaus |
Die Preisspannen sind breit, weil die Gebäude in Wien sehr unterschiedlich sind. Ein Heizungstausch in einer sanierten Dachgeschosswohnung im 8. Bezirk ist etwas anderes als der Fernwärmeanschluss eines unsanierten Zinshauses im 17. Bezirk. Vereinbaren Sie eine kostenlose Erstbesichtigung, wir schauen uns Ihre Situation vor Ort an und nennen Ihnen einen realistischen Rahmen.
Gasheizung, Wärmepumpe, Fernwärme, Pellets: Welches System passt in Wien?
Welches System in Frage kommt, hängt von drei Dingen ab: Gebäudetyp, Lage innerhalb Wiens und Ihrem Zeitplan für die nächsten 15 Jahre. Wer heuer noch einmal eine Gastherme einbaut, tauscht in 2040 erneut. Wer gleich auf ein erneuerbares System umsteigt, profitiert von den höchsten Förderungen, die es je gab, und hat anschließend zwei Jahrzehnte Ruhe.
Die folgende Rechnung zeigt, was nach Abzug der maximalen Förderung übrig bleibt. Wir haben konservativ gerechnet, mit durchschnittlichen Investitionskosten und den aktuell geltenden Fördersätzen aus Bund und Land:
| System (typisches Projekt) | Investition | Förderung max. | Eigenanteil ca. |
|---|---|---|---|
| Luft-Wärmepumpe EFH | 28.000 EUR | bis 15.500 EUR | 12.500 EUR |
| Erdwärme-WP EFH | 38.000 EUR | bis 19.500 EUR | 18.500 EUR |
| Luft-WP Wohnung/Altbau | 22.000 EUR | bis 12.750 EUR | 9.250 EUR |
| Fernwärme Wohnung | 5.500 EUR | bis 3.500 EUR | 2.000 EUR |
| Pelletheizung EFH | 24.000 EUR | bis 12.000 EUR | 12.000 EUR |
| Gas-Brennwert (1:1) | 5.000 EUR | keine | 5.000 EUR |
Auf den ersten Blick wirkt der Gas-Austausch am günstigsten. Auf den zweiten Blick zahlen Sie in 10 bis 15 Jahren nochmal die volle Summe für das nächste System, plus inzwischen deutlich gestiegene Gaspreise und eine CO2-Bepreisung, die sich laut EU-Plänen weiter erhöht. Die Förderung ist nicht umsonst: Sie macht den Komplettumstieg heute günstiger als das Beibehalten der fossilen Heizung.
Gasheizung tauschen in Wien: Die ehrliche Wahrheit zum 1:1-Austausch
Ihre 15 Jahre alte Gastherme gibt den Geist auf, und der Installateur bietet Ihnen einen Tausch für 2.400 bis 7.000 Euro an. Drei Tage Arbeit, fertig. Klingt einfach, und manchmal ist es die richtige Entscheidung. Etwa wenn Sie Ihre Wohnung in den nächsten zwei Jahren verkaufen wollen oder wenn keinerlei Budget für eine Alternative da ist.
Die unbequeme Wahrheit: Laut Erneuerbare-Wärme-Gesetz müssen in Österreich bis 2040 alle fossilen Heizungen durch erneuerbare Systeme ersetzt sein. Im Neubau dürfen seit 2024 keine Gasheizungen mehr eingebaut werden. Im Bestand ist der Austausch noch erlaubt, aber die Richtung ist klar. Wien hat die meisten Gasheizungen Österreichs und den stärksten Anreiz, sie loszuwerden.
Wer heuer eine neue Gastherme einbaut, zahlt in der Regel zweimal: einmal jetzt für das Gerät, einmal in 10 bis 15 Jahren für den dann verpflichtenden Tausch. Die aktuellen Förderungen für Wärmepumpen oder Fernwärme gibt es nur, solange das Budget reicht. Über 60 Prozent der Kesseltausch-Mittel der Sanierungsoffensive sind bereits vergeben. Wer wartet, zahlt den vollen Preis.
Wenn Sie trotzdem überlegen, die Gastherme zu tauschen, fragen Sie sich zumindest zwei Dinge. Erstens: Gibt es im Haus einen Fernwärmeanschluss oder einen Anschlusspunkt in der Straße? Zweitens: Wäre eine Hybridlösung möglich? Eine bestehende Gastherme kann in manchen Fällen mit einer Wärmepumpe kombiniert werden. An milden Tagen läuft die Wärmepumpe allein, bei Extremkälte springt die Therme zu. So sparen Sie sofort 50 bis 70 Prozent Gasverbrauch, ohne alles auf einmal umzubauen.
Wärmepumpe statt Gastherme: So rechnet sich der Umstieg
Die Wärmepumpe ist 2026 das meistgewählte System beim Heizungstausch in Wien, und zwar aus einem simplen Grund: Aus einer Kilowattstunde Strom macht eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe 3,5 bis 4,5 Kilowattstunden Wärme. Das ist Effizienz, die keine Verbrennung erreichen kann. Gleichzeitig sinken die Betriebskosten spürbar.
Bei einem unserer Heizungstausch-Projekte in einer 85-Quadratmeter-Wohnung im 6. Bezirk zahlt die Eigentümerin seit dem Umstieg statt 180 Euro Gasrechnung rund 55 Euro Strom pro Monat. Das sind über 1.500 Euro Ersparnis pro Jahr, bei deutlich besserer Wärmeverteilung.
Luft-Wasser-Wärmepumpe: Der Standard in Wien
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe holt ihre Energie aus der Außenluft. Die Außeneinheit braucht wenig Platz und lässt sich fast überall aufstellen. In Wien ist das die häufigste Variante, weil Tiefenbohrungen im dicht verbauten Stadtgebiet oft nicht möglich oder zu teuer sind. Die Installation ist vergleichsweise unkompliziert. Für ein Einfamilienhaus liegen die Kosten zwischen 20.000 und 35.000 Euro, für eine Wohnung im Altbau zwischen 18.000 und 28.000 Euro.
Erdwärme-Wärmepumpe: Maximale Effizienz, höhere Investition
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt die konstante Temperatur des Erdreichs. Über Tiefenbohrungen werden 50 bis 150 Meter tiefe Sonden gesetzt. Das ist effizienter als jede Luftwärmepumpe und hat keinen hörbaren Betrieb, dafür liegt die Investition bei 25.000 bis 50.000 Euro. Dafür gibt es den Erdwärme-Bonus von bis zu 4.000 Euro zusätzlich zur regulären Förderung. In den Wiener Randbezirken mit Einfamilienhäusern und Garten ist das oft die sinnvollste Lösung. Im verdichteten Innenstadtbereich scheidet sie aus Platzgründen meist aus.
Wärmepumpe im Wiener Altbau: Mehr als denkbar
"Wärmepumpe im Altbau geht nicht, da sind die Decken zu hoch." Diesen Satz hören wir regelmäßig. Er stimmt nicht. Hohe Decken bedeuten zwar mehr Raumvolumen, aber auch bessere thermische Trägheit. Entscheidend ist die Kombination aus Wärmepumpe und passender Wärmeverteilung. In gut gedämmten Altbauten funktioniert die Wärmepumpe mit Niedertemperatur-Heizkörpern oder nachgerüsteter Fußbodenheizung hervorragend.
Ehrlich gesagt: In schlecht gedämmten Gründerzeithäusern wird es enger. Dann empfehlen wir oft, vor dem Heizungstausch eine thermische Sanierung zumindest der obersten Geschoßdecke und der Kellerdecke mitzudenken. Die Investition in die Dämmung macht die Wärmepumpe effizienter und senkt die Heizkosten zusätzlich. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach heizen Sie am Ende fast zum Nulltarif, weil Ihre PV-Anlage den Strom für die Wärmepumpe liefert. Rechenbeispiele dazu finden Sie in unserem Beitrag zu PV-Kosten in Wien.
Fernwärme-Anschluss in Wien: Kosten, Verfügbarkeit, Ablauf
Wien Energie baut das Fernwärmenetz konsequent aus. Rund ein Drittel aller Wiener Haushalte wird heute schon mit Fernwärme versorgt, und das Netz wächst jährlich. Für viele Wohnungen und Zinshäuser in den Innenbezirken ist Fernwärme die einfachste und platzsparendste Lösung. Kein Gerät im Keller, kein Außenlärm, keine Wartung für den Wärmeerzeuger. Eine kompakte Übergabestation im Keller reicht.
Ob Ihr Haus bereits angeschlossen ist oder ein Anschluss möglich wäre, sehen Sie am schnellsten im Fernwärme-Ausbauplan von Wien Energie. Gut versorgt sind die Bezirke rund um den Gürtel (5., 6., 7., 8., 9., 15., 16.) und große Teile der Innenstadt. In den Außenbezirken (22., 23., Teile des 13., 14. und 19.) ist das Netz dünner, dort ist eine Wärmepumpe meist die bessere Wahl.
Was kostet der Fernwärmeanschluss konkret?
Für eine einzelne Wohnung liegen die Kosten zwischen 3.000 und 8.000 Euro, abhängig vom Aufwand im Gebäude und der Distanz zur bestehenden Steigleitung. Für ein ganzes Zinshaus mit 25 Wohneinheiten rechnen Sie mit 60.000 bis 90.000 Euro Gesamtinvestition, die über den Erhaltungsbeitrag auf die Wohnungen umgelegt werden kann.
Was viele unterschätzen: Der reine Anschluss ist nur ein Teil. Die alte Therme muss raus, die Gasleitung zurückgebaut, Wanddurchbrüche für die neuen Leitungen gemacht, der alte Heizkesselraum rückgebaut und die Wände neu verputzt werden. Hier zeigt sich unser Vorteil als Generalunternehmer. Wir übernehmen den Rückbau der Gasleitung, die Durchbrüche, den Verputz und die Malerarbeiten mit eigenen Teams. Ein Ansprechpartner, ein Preis.
Die Heizkörper-Frage bei Fernwärme
Eine der häufigsten Fragen bei Fernwärme: "Muss ich meine alten Heizkörper tauschen?" Die meisten Fernwärmeanschlüsse in Wien werden mit Vorlauftemperaturen um 60 bis 70 Grad betrieben. Das bedeutet: Bestehende Plattenheizkörper können in der Regel weitergenutzt werden. Getauscht werden muss nur, wenn die Heizkörper stark verkalkt sind oder die alte Anlage mit Einrohrsystem funktioniert, was bei Heizungen der 60er- und 70er-Jahre vorkommt.
Anders sieht es bei Wärmepumpen aus. Die arbeiten effizient nur mit niedrigen Vorlauftemperaturen um 35 bis 45 Grad. Dazu im nächsten Abschnitt mehr.
Heizkörper und Leitungen: Der unterschätzte Kostenblock im Altbau
Hier kommt die Position, die in jedem zweiten Wärmepumpen-Angebot fehlt und die wir bei unseren Altbau-Projekten regelmäßig korrigieren müssen: die Heizkörper. Alte Gasthermen haben oft Vorlauftemperaturen um 70 bis 80 Grad. Eine Wärmepumpe will 35 bis 45 Grad. Wer nichts an den Heizkörpern ändert, hat im Januar eine kalte Wohnung.
Die Lösung sind Niedertemperatur-Heizkörper. Die sind größer dimensioniert als klassische Heizkörper und geben bei niedrigeren Vorlauftemperaturen dieselbe Wärmeleistung ab. Pro Stück kostet der Tausch zwischen 350 und 650 Euro, inklusive Montage und Anbindung. Bei einer durchschnittlichen Altbauwohnung mit 6 bis 8 Heizkörpern reden wir also über einen Zusatzposten von 2.500 bis 5.000 Euro, den Sie unbedingt im Angebot sehen wollen.
Alternativ oder ergänzend kommt die nachträgliche Fußbodenheizung in Frage. Moderne Dünnschicht-Systeme erhöhen den Bodenaufbau nur um 15 bis 30 Millimeter. Die Kosten liegen bei 60 bis 130 Euro pro Quadratmeter. Bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung rechnen Sie also mit 4.800 bis 10.400 Euro nur für die Fußbodenheizung. Dafür haben Sie anschließend gleichmäßige Wärme, Sie sparen die Heizkörper an den Wänden und die Wärmepumpe arbeitet auf maximaler Effizienz.
Ähnlich wie bei den alten Kastenfenstern im Wiener Altbau sind das Kosten, die auf den ersten Blick niemand erwähnt, die aber den Projektpreis erheblich beeinflussen. Wir kalkulieren diese Posten bei jedem Heizungstausch-Angebot von Anfang an mit, damit Sie später nicht in einer Nachtragsrechnung überrascht werden. Mehr dazu, warum kombinierte Sanierungen Sinn ergeben, steht in unserem Förderungsüberblick zur Altbausanierung.
Förderungen 2026: Bund + Wien kombiniert bis zu 15.500 €
Noch nie war der Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung so großzügig gefördert wie heuer. Bund und Land Wien lassen sich kombinieren, und bei einer Wärmepumpe im Einfamilienhaus sind bis zu 15.500 Euro Gesamtförderung möglich. Bei Erdwärme mit Tiefenbohrung noch mehr. Wichtig ist, die Anträge in der richtigen Reihenfolge und vor Projektbeginn zu stellen. Wir übernehmen das auf Wunsch komplett für Sie.
Bundesförderung "Kesseltausch" (Sanierungsoffensive)
Die Sanierungsoffensive 2026 bis 2030 läuft mit 360 Millionen Euro pro Jahr. Seit 2. Februar 2026 sind neue Anträge nur noch für den Kesseltausch möglich, also für den Umstieg von fossilen Heizungen auf erneuerbare Systeme. Der Sanierungsbonus für Einzelmaßnahmen wie Fenstertausch oder Fassadendämmung ist derzeit pausiert.
Beim Kesseltausch bekommen Sie bis zu 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten erstattet. Die Pauschalbeträge liegen bei:
- Wärmepumpe: bis zu 7.500 Euro Pauschale
- Fernwärme-Anschluss: bis zu 6.500 Euro Pauschale
- Pelletheizung: bis zu 6.000 Euro Pauschale
- Erdwärme-Bonus (Tiefenbohrung): bis zu 4.000 Euro zusätzlich
- Dekarbonisierungs-Prämie: 1.000 bis 1.500 Euro zusätzlich
Hinweis zur Dringlichkeit: Über 60 Prozent des Kesseltausch-Budgets sind bereits vergeben. Die Neuanträge laufen längstens bis 31. Dezember 2026 oder bis das Budget ausgeschöpft ist. Wer noch davon profitieren will, sollte nicht mehr lange zuwarten. Details finden Sie auf sanierungsoffensive.gv.at.
Wiener Landesförderung "Raus aus Gas" (MA 50)
Zusätzlich zur Bundesförderung unterstützt die Stadt Wien über die MA 50 den Heizungstausch mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss:
- Eigenheim: 35 % der förderbaren Kosten, maximal 8.000 Euro
- Wohnung: 35 % der förderbaren Kosten, maximal 5.250 Euro
- Bonus für Geothermie, Grundwasser oder Abwärme: bis zu 4.000 Euro zusätzlich
Die Details dazu stehen auf der Wien-Seite zu "Raus aus Gas".
Sauber Heizen für Alle: bis zu 100 Prozent Förderung
Für einkommensschwache Haushalte gibt es seit 2023 das Programm "Sauber Heizen für Alle". Damit werden bis zu 100 Prozent der Kosten für den Umstieg von einer fossilen auf eine erneuerbare Heizung übernommen. Die Einkommensgrenzen werden jährlich angepasst. Informationen dazu finden Sie auf umweltfoerderung.at oder direkt bei der MA 50 unter 01/4000 74 860.
Die Förderlandschaft ändert sich regelmäßig, und die Förderhöhen werden in Runden vergeben. Wir kennen die aktuelle Lage und stellen die Anträge gemeinsam mit Ihnen. Schreiben Sie uns, wir prüfen für Sie, welche Kombination in Ihrem konkreten Fall die maximale Förderung bringt.
Heizungstausch in 5 Schritten: So läuft es bei Flarent
Ein Heizungstausch ist kein Tagesausflug. Wenn er gut geplant ist, läuft er aber geräuschlos und ohne böse Überraschungen. Unser Ablauf in fünf Schritten:
1. Erstbesichtigung und Bestandsaufnahme
Wir kommen zu Ihnen, prüfen die vorhandene Heizanlage, den Dämmstandard, die Heizkörper, den Stromanschluss und die baulichen Möglichkeiten. Bei einer Wohnung in einem Zinshaus prüfen wir auch, ob die Eigentümergemeinschaft oder Hausverwaltung zustimmen muss. Diese Besichtigung ist bei uns kostenlos und unverbindlich.
2. Systemempfehlung und Wirtschaftlichkeitsrechnung
Auf Basis der Bestandsaufnahme rechnen wir Ihnen zwei oder drei Varianten durch. Zum Beispiel Wärmepumpe versus Fernwärme versus Hybrid. Sie sehen auf einen Blick, was die jeweilige Option kostet, was sie an Betriebskosten bringt und wie hoch die Förderung ausfällt. Wir empfehlen das passende System, aber die Entscheidung treffen Sie.
3. Fixpreisangebot und Förderanträge
Sie erhalten ein transparentes Angebot mit Einzelpositionen, nicht mit einem Pauschalpreis, bei dem Sie nicht wissen, was drin ist. Parallel stellen wir die Förderanträge bei Bund und Land. Wichtig: Die Anträge müssen vor Projektbeginn eingebracht werden, sonst fällt die Förderung weg.
4. Umsetzung mit eigenem Team
Demontage der alten Anlage, Installation des neuen Systems, alle baulichen Anpassungen wie Kernbohrungen, Elektro-Verstärkung, Estrich und Verputz. Bei uns macht das alles ein Team, koordiniert durch einen persönlichen Bauleiter. Bei einem Standard-Heizungstausch auf Wärmepumpe dauert das drei bis fünf Arbeitstage, mit zusätzlicher Fußbodenheizung ein bis zwei Wochen mehr.
5. Inbetriebnahme und Förderabwicklung
Wir stellen die Anlage optimal ein, weisen Sie in die Bedienung ein und übergeben alle Unterlagen. Die Abwicklung der Förderung übernehmen wir auf Wunsch bis zum Auszahlungsbescheid. Sie müssen sich um nichts kümmern, auch nicht um den Rückbau der alten Gasleitung oder die Abmeldung beim Gasnetzbetreiber.
Besonderheiten für Wien: Schallschutz, Innenhof, Zinshaus
Wien ist dicht verbaut, und das Nachbarschaftsverhältnis ist ein eigenes Thema. Beim Heizungstausch gibt es drei Wiener Spezialitäten, die Ihr Projekt entscheidend beeinflussen.
Schallschutz und Abstand zur Nachbargrenze
Die Außeneinheit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe erzeugt Betriebsgeräusche. Laut MA 22 (Wiener Umweltschutzabteilung) dürfen die Schallgrenzwerte an der Nachbargrundstücksgrenze nicht überschritten werden. In reinen Wohngebieten gelten tagsüber 50 dB, nachts 40 dB. Der Mindestabstand zur Grundgrenze beträgt in der Regel 3 Meter. Bei kleineren Grundstücken in Wien kann das knapp werden. Wir prüfen vorab mit einer Schallberechnung, ob Ihr gewünschter Aufstellort funktioniert.
Wärmepumpe im Innenhof eines Zinshauses
In vielen Gründerzeit-Zinshäusern ist der Innenhof der einzige Ort, an dem eine Außeneinheit Platz findet. Das geht, braucht aber die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft oder der Hausverwaltung. Auch der Schallschutz zu den Nachbarwohnungen muss beachtet werden. Bei unseren Projekten in den Bezirken 6, 7 und 9 arbeiten wir regelmäßig mit schallgedämmten Gehäusen und Schwingungsentkopplung, damit die Anlage auch für die Nachbarn nicht hörbar ist.
Fernwärme versus Wärmepumpe: Die Bezirks-Logik
Wien lässt sich beim Heizungstausch grob in zwei Zonen teilen. In den Innenbezirken (1. bis 9., 15., 16., 20.) ist Fernwärme oft die einfachste Lösung, weil das Netz dicht ausgebaut ist und Wärmepumpen in dicht verbauten Innenhöfen an Schallgrenzen stoßen. In den Randbezirken (13., 14., 17., 18., 19., 21., 22., 23.) überwiegen Einfamilienhäuser und Reihenhäuser, wo Wärmepumpen ideal passen und die Fernwärme oft noch nicht verfügbar ist. Wir beraten immer basierend auf Ihrem konkreten Standort, nicht nach Standardschema.
Warum Bautechnik + Haustechnik aus einer Hand Ihren Heizungstausch günstiger macht
Ein Heizungstausch ist selten nur eine Sache der Haustechnik. In der Praxis braucht es fast immer bauliche Eingriffe. Kernbohrungen für Leitungsdurchführungen durch 50 Zentimeter dicke Altbaumauern. Verstärkung des Stromanschlusses für die Wärmepumpe, oft von 25 auf 63 Ampere. Neuer Estrich für die Fußbodenheizung. Verputz- und Malerarbeiten nach Rückbau der Gasleitung. Bei den meisten Installateuren müssen Sie dafür zusätzliche Firmen organisieren.
Bei uns nicht. Wir sind Generalunternehmer für Bautechnik und Haustechnik und decken alles ab. Von der Elektro-Verstärkung über Estrich und Fliesen bis zur fertigen Heizanlage. Ein persönlicher Bauleiter koordiniert alle Gewerke. Keine Abstimmung zwischen fünf Firmen, keine widersprüchlichen Zeitpläne, keine Überraschungen bei den Kosten.
Besonders bei der Kombination Fußbodenheizung plus Estrich plus Fliesen zeigt sich dieser Vorteil. Drei Gewerke, ein Zeitplan, ein Preis. Das spart Wochen an Bauzeit und tausende Euro an Koordinationsaufwand. Wenn Sie ohnehin eine größere Altbausanierung planen, lohnt es sich doppelt, den Heizungstausch in diesem Zug mitzumachen.
Lassen Sie sich unverbindlich beraten. Wir finden gemeinsam die beste Heizlösung für Ihr Zuhause in Wien und rechnen Ihnen vor, was sie nach Förderung wirklich kostet. Alles aus einer Hand, von Anfang an. Mehr zum gesamten Leistungsspektrum rund um neue Heizsysteme in Wien finden Sie auf unserer Heizung-Seite.