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Die Hausverwaltung verlangt einen E-Befund, der Makler auch, und Sie wissen nicht, was das kostet oder wer das macht. Wir erklären, wann ein Elektrobefund wirklich nötig ist, was die Prüfung in Wien kostet, wie sie abläuft und was passiert, wenn Mängel ge

E-Befund Wien: Kosten, Ablauf und wann Sie ihn wirklich brauchen

E-Befund Wien: Kosten, Ablauf und wann Sie ihn wirklich brauchen

Sie übergeben eine Wohnung, und plötzlich steht es im Raum: "Wir brauchen noch einen E-Befund." Für viele Wohnungseigentümer in Wien ist das der erste Kontakt mit dem Thema. Was das genau ist, wer das ausstellen darf und was es kostet, sagt Ihnen in dem Moment meist niemand dazu.

Wir nehmen Ihnen die Unsicherheit. In diesem Beitrag geht es um den E-Befund für private Wohnungen, Häuser und Geschäftslokale in Wien: wann Sie ihn brauchen, was er kostet, wie die Prüfung abläuft und was zu tun ist, wenn der Elektriker Mängel feststellt.

E-Befund Wien auf einen Blick
Kosten Wohnung300 bis 900 € je nach Größe und Stromkreisen
Dauer vor OrtMeist 2 bis 4 Stunden
ProtokollIn der Regel 3 bis 7 Werktage nach der Prüfung
Wer darf prüfenNur ein befugtes Elektrounternehmen

Was ist ein E-Befund überhaupt?

Der E-Befund, oft auch Elektrobefund oder Elektroattest genannt, ist das Prüfprotokoll über den Zustand einer elektrischen Anlage. Ein befugtes Elektrounternehmen kontrolliert die Installation, misst nach und hält schriftlich fest, ob die Anlage sicher ist oder welche Mängel bestehen.

Geprüft wird gegen die geltende Errichtungsnorm, in Österreich die ÖVE/ÖNORM E 8101. Wichtig zu verstehen: Eine ältere Anlage muss nicht dem heutigen Neubaustandard entsprechen. Sie muss sicher betreibbar sein. Ein Wiener Gründerzeithaus mit Installationen aus den Siebzigerjahren kann also durchaus einen positiven Befund bekommen, solange die Schutzmaßnahmen funktionieren.

Der Befund ist eine Momentaufnahme. Er sagt aus, wie die Anlage am Prüftag dasteht. Wer danach selbst eine Steckdose versetzt oder eine Lampe anschließen lässt, verändert diesen Zustand.

Wann brauchen Sie einen E-Befund?

Nicht jede Wohnung braucht laufend einen Befund. In diesen Situationen wird er in Wien aber regelmäßig verlangt:

Bei Neuvermietung

Das ist der häufigste Anlass. Als Vermieter müssen Sie eine Wohnung in einem sicheren, brauchbaren Zustand übergeben. Der E-Befund ist der übliche Nachweis dafür, dass die Elektroinstallation diesen Zustand erfüllt. Viele Hausverwaltungen und Makler verlangen einen Befund, der nicht älter als zwei Jahre ist.

Kommt es später zu einem Schaden und es gab keinen aktuellen Befund, wird die Frage nach der Sorgfaltspflicht schnell unangenehm. Der Befund ist also weniger Bürokratie als Absicherung.

Beim Verkauf einer Wohnung

Gesetzlich vorgeschrieben ist er hier nicht. In der Praxis fragen Käufer und finanzierende Banken aber immer öfter danach, besonders bei Altbauwohnungen. Ein aktueller Befund nimmt der Preisverhandlung ein Argument.

Nach Umbau oder Sanierung

Wurde die Elektrik erneuert, gehört ein Befund zur ordentlichen Übergabe dazu. Bei uns ist er Teil der Leistung, wenn wir eine Elektroinstallation ausführen. Sie bekommen das Protokoll mit der Schlussrechnung.

Bei Geschäftslokalen und gewerblicher Nutzung

Hier ist die Lage strenger. Für Arbeitsstätten und gewerblich genutzte Anlagen sieht die Elektroschutzverordnung wiederkehrende Prüfungen in der Regel im Fünfjahresintervall vor. Wer ein Lokal, eine Ordination oder ein Büro betreibt, kommt daran nicht vorbei.

Wenn die Versicherung fragt

Nach einem Brand- oder Wasserschaden mit elektrischer Ursache will der Versicherer wissen, ob die Anlage in Ordnung war. Ein aktueller Befund ist dann das stärkste Dokument, das Sie in der Hand haben.

Was kostet ein E-Befund in Wien?

Der Preis richtet sich nach der Größe des Objekts und vor allem nach der Anzahl der Stromkreise. Jeder Stromkreis muss einzeln gemessen werden, das ist der eigentliche Zeitfaktor. Diese Richtwerte gelten für Wien:

ObjektTypischer UmfangKostenrahmen
Kleine Wohnung bis 50 m²Wenige Stromkreise, ein Verteiler300 bis 450 €
Wohnung 50 bis 100 m²Standardfall im Altbau400 bis 700 €
Große Altbauwohnung ab 100 m²Viele Stromkreise, oft zwei Verteiler600 bis 900 €
EinfamilienhausInklusive Keller, Garage, Außenanlagen700 bis 1.400 €
GeschäftslokalAbhängig von Fläche und Anlagentechnikab ca. 600 €, objektabhängig

Soll eine Wallbox oder eine PV-Anbindung mitgeprüft werden, kommen üblicherweise 100 bis 200 Euro dazu. Umgekehrt lässt sich sparen, wenn mehrere Wohnungen im selben Haus gemeinsam geprüft werden. Die Anfahrt fällt dann nur einmal an.

Ein Hinweis aus der Praxis: Sehr günstige Pauschalangebote sind mit Vorsicht zu genießen. Eine ordentliche Prüfung braucht Zeit vor Ort. Wer in vierzig Minuten fertig ist, hat nicht alles gemessen.

Wie läuft die Prüfung ab?

Ein E-Befund ist kein bloßer Rundgang. Die Prüfung folgt einem festen Ablauf aus Besichtigen, Messen und Erproben.

  • Sichtprüfung: Verteiler, Leitungen, Steckdosen, Schalter und Klemmstellen werden auf sichtbare Schäden und unzulässige Ausführungen kontrolliert.
  • Messungen: Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, Erdungswiderstand und die Durchgängigkeit der Schutzleiter.
  • Funktionsprüfung: Vor allem der Fehlerstromschutzschalter wird ausgelöst und die Abschaltzeit gemessen.
  • Dokumentation: Alle Werte kommen ins Protokoll, dazu die Liste der Mängel und die Gesamtbeurteilung.

Rechnen Sie mit zwei bis vier Stunden vor Ort. Sie sollten dabei sein oder jemanden hinterlassen, denn der Strom wird zwischendurch abgeschaltet und alle Räume müssen zugänglich sein. Auch der Verteiler im Stiegenhaus gehört dazu.

Das fertige Protokoll bekommen Sie üblicherweise innerhalb von drei bis sieben Werktagen. Bewahren Sie es gut auf. Bei der nächsten Prüfung ist der Vorbefund eine wertvolle Vergleichsgrundlage.

Der Befund hat Mängel. Was jetzt?

Das ist im Wiener Altbau eher der Normalfall als die Ausnahme. Entscheidend ist, wie schwer die Mängel wiegen.

Bei einem schweren Mangel besteht unmittelbare Gefahr, etwa ein fehlender Schutzleiter an Steckdosen oder ein defekter Fehlerstromschutzschalter. Das gehört sofort behoben, teilweise wird der betroffene Stromkreis bis zur Reparatur stillgelegt.

Bei leichten Mängeln ist die Anlage betreibbar, die Punkte sollten aber zeitnah erledigt werden. Ein klassisches Beispiel ist eine fehlende Beschriftung im Verteiler.

Die häufigsten Befunde in Wiener Altbauwohnungen sind immer dieselben: fehlender Fehlerstromschutzschalter, alte Schmelzsicherungen im Verteiler, zu wenige Stromkreise für den heutigen Bedarf und Leitungen ohne eigenen Schutzleiter. Was die Behebung kostet, haben wir in unserem Beitrag zu den Kosten der Elektroinstallation in Wien aufgeschlüsselt. Geht es nur um den Verteiler, hilft Ihnen der Beitrag zum Sicherungskasten erneuern im Altbau weiter.

Ein Punkt, der oft für Ärger sorgt: Der Befund verpflichtet Sie nicht automatisch zur Sanierung. Er dokumentiert den Zustand. Sobald ein schwerer Mangel dokumentiert ist, wissen Sie aber davon. Passiert danach etwas, ist das Nichtstun schwer zu erklären.

Wie oft muss geprüft werden?

Für private Wohnungen gibt es keine starre Frist im Gesetz. Die anerkannten Regeln der Technik sehen eine wiederkehrende Prüfung im Abstand von etwa fünf bis zehn Jahren vor. In der Praxis haben sich diese Intervalle eingebürgert:

NutzungÜbliches Intervall
Private Wohnung, selbst genutzt5 bis 10 Jahre
MietwohnungBei jedem Mieterwechsel, sonst alle 5 Jahre
Allgemeinanlagen im HausAlle 5 Jahre, im Altbau oft kürzer
Gewerbliche Anlagen und ArbeitsstättenIn der Regel alle 5 Jahre
Feuchträume und besondere RisikobereicheKürzer, objektabhängig

Verwalten Sie mehrere Objekte, lohnt sich ein fixer Prüfzyklus statt Einzelbeauftragungen. Wie wir das für Hausverwaltungen organisieren, lesen Sie im Beitrag zum Elektrobefund für Hausverwaltungen in Wien.

Wer darf einen E-Befund ausstellen?

Nur ein Unternehmen mit aufrechter Gewerbeberechtigung für Elektrotechnik. Der Prüfer braucht die fachliche Qualifikation und geeichte Messgeräte. Ein Hausmeister mit Multimeter oder ein Handwerker ohne einschlägige Befugnis darf das nicht.

Fragen Sie im Zweifel nach der Gewerbeberechtigung und danach, ob die Messgeräte kalibriert sind. Ein seriöser Betrieb legt das ohne Zögern vor. Achten Sie außerdem darauf, dass im Protokoll die tatsächlichen Messwerte stehen und nicht nur Häkchen.

E-Befund in Wien: Wir übernehmen das für Sie

Wir prüfen elektrische Anlagen in ganz Wien, von der Altbauwohnung in 1070 über das Einfamilienhaus in 1220 bis zum Geschäftslokal in 1200. Sie bekommen ein vollständiges Protokoll mit allen Messwerten, eine verständliche Einordnung der Mängel und, falls nötig, ein Angebot für die Behebung. Alles aus einer Hand, ohne dass Sie einen zweiten Betrieb suchen müssen.

Der Vorteil, wenn Bautechnik und Haustechnik im selben Haus sitzen: Wenn die Prüfung zeigt, dass die Elektrik erneuert gehört, planen wir das gleich mit. Häufig lohnt es sich, das mit anderen Arbeiten zu verbinden. Was dabei zu beachten ist, steht in unserem Ratgeber zur Elektroinstallation im Altbau.

Sie brauchen einen Termin, weil die Übergabe ansteht? Schreiben Sie uns oder rufen Sie an. Wir sagen Ihnen sofort, was die Prüfung bei Ihrem Objekt kostet, und finden meist kurzfristig einen Termin.

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