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Nicht jeder Riss im Altbau ist ein Notfall — aber manche Schäden dürfen Sie nicht ignorieren. Wir zeigen, welche Warnsignale ernst zu nehmen sind und wann eine Sanierung nötig wird.

Bauschäden erkennen: Wann muss saniert werden?

Bauschäden erkennen: Wann muss saniert werden?

Ein Riss ist noch kein Grund zur Panik — aber ein Grund, hinzuschauen

Stuckgesimse, Kastenfenster, Flügeltüren — die Wiener Gründerzeithäuser gehören zum Schönsten, was die Stadt zu bieten hat. Doch nach 100 und mehr Jahren hinterlässt die Zeit ihre Spuren. Risse im Putz, feuchte Flecken an der Kellerwand, Schimmel im Eck — solche Anzeichen finden sich in beinahe jedem älteren Gebäude. Die entscheidende Frage ist nicht, ob Bauschäden auftreten, sondern: Welche sind harmlos, und welche erfordern rasches Handeln?

Wir sanieren seit Jahren Altbauten in Wien und wissen: Manche Schäden sehen schlimmer aus, als sie sind. Andere wirken unscheinbar — und werden unterschätzt. Dieser Beitrag hilft Ihnen, die Warnsignale richtig einzuordnen. Lassen Sie sich unverbindlich beraten — unsere Erstbegehung ist kostenlos.

Die 6 häufigsten Bauschäden im Wiener Altbau

1. Risse in Wänden und Decken

Feine Haarrisse im Putz entstehen durch Schwinden, Temperaturschwankungen oder minimale Setzungen — sie sind lästig, aber meist unbedenklich. Gefährlich wird es, wenn Risse, die sich rasch verbreitern oder breiter als 1 bis 2 mm werden, diagonal über Fensterecken verlaufen oder ein seitlicher Versatz erkennbar ist. Solche Risse können auf Setzungsprobleme am Fundament oder statische Überlastung hinweisen. Im Wiener Gründerzeithaus mit seiner historischen Ziegelmauer und teilweise vorhandenen Holzpfahlgründung sollten Sie das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Entscheidend ist weniger die Breite allein als vielmehr die Ursache — ein Statiker kann das rasch beurteilen.

Faustregel: Haarrisse beobachten, breite oder wachsende Risse sofort begutachten lassen.

2. Feuchteschäden: aufsteigende Feuchtigkeit und undichte Stellen

Feuchte Kellerwände, abblätternder Putz im Erdgeschoß, Salzausblühungen an der Fassade — die Ursache ist häufig eine versagte oder nie vorhandene Horizontalsperre. Grundwasser steigt kapillar im Mauerwerk auf und richtet dort schleichend Schaden an. Auch undichte Dächer, defekte Dachabdichtungen und tropfende Balkone gehören zu den häufigen Quellen. Feuchtigkeit ist das Um und Auf bei Bauschäden: Sie steht am Anfang fast jeder Schadenskette.

3. Schimmelbildung — Ursache statt Symptom bekämpfen

Schimmel ist fast nie nur ein Lüftungsproblem. In Wiener Altbauten sind Wärmebrücken an Außenwandecken und Fensterleibungen eine der Hauptursachen: Warme Raumluft trifft auf kalte Wand, es bildet sich Kondensat — und der Schimmel wächst. Besonders nach einem Fenstertausch ohne begleitende thermische Sanierung tritt dieses Problem auf. Oberflächliches Überstreichen hilft nicht — der Pilz wächst weiter darunter.

4. Abplatzender Putz an Fassade und Innenräumen

Hohler, abplatzender Putz ist mehr als ein optischer Makel. Lose Fassadenteile und abbröckelnde Gesimse stellen ein Sicherheitsrisiko dar — besonders an Straßenfassaden. Innen weist abfallender Putz oft auf darunterliegende Feuchtigkeit hin. Die Ursache muss vor dem Neuverputzen beseitigt werden, sonst kommt der Schaden wieder.

5. Holzschäden: Tramdecken, Dachstuhl, Schwamm

In vielen Gründerzeithäusern ruhen die Geschoßdecken auf Holzbalken — den sogenannten Tramdecken. Dringt Feuchtigkeit über Jahre ein, drohen Hausschwamm, Moderfäule oder Insektenbefall. Das Tückische: Befallene Balken können von außen noch intakt wirken, während sie innen bereits ihre Tragfähigkeit verlieren. Auch der Dachstuhl ist anfällig, besonders bei mangelhafter Dachabdichtung. Eine professionelle Begutachtung bringt Klarheit.

6. Korrodierte Leitungen

Wasser- und Gasleitungen aus den 1950er- bis 1970er-Jahren erreichen ihr Lebensende. Rostbraunes Wasser, niedrigerer Druck oder feuchte Stellen an der Wand sind Alarmzeichen. Korrodierte Leitungen sollten nicht repariert, sondern komplett getauscht werden — andernfalls drohen Rohrbrüche und Wasserschäden, die ein Vielfaches der Erneuerung kosten.

Warnsignale: Wann wird es dringend?

Nicht jeder Bauschaden ist ein Notfall. Aber es gibt klare Warnsignale, bei denen Sie nicht zuwarten sollten:

  • Risse, die sich innerhalb weniger Wochen verbreitern — mögliches Setzungsproblem
  • Feuchte Flecken, die trotz Trockenheit nicht verschwinden — aufsteigende Feuchtigkeit oder defekte Leitung
  • Schimmel auf einer Fläche größer als 0,5 m² — professionelle Sanierung notwendig
  • Hohle Stellen in Decken über größere Flächen — möglicher Tramdeckenschaden
  • Rostbraunes Wasser aus der Leitung — Leitungstausch planen
  • Lose Fassadenteile oder Gesimse — Sicherheitsrisiko im öffentlichen Raum

Im Zweifel gilt: Lieber einmal zu früh anrufen als zu spät. Eine Erstbegehung bringt Klarheit — und kostet Sie bei uns nichts. Jetzt Termin vereinbaren.

Kosmetische Reparatur oder echte Sanierung?

Ein häufiger Fehler, den wir auch in unserem Beitrag über typische Baufehler beschreiben: Symptome behandeln statt Ursachen beseitigen. Ein überstrichener Riss wird wiederkommen. Ein übermalter Schimmelfleck wächst weiter. Ein frisch verputzter Keller wird wieder feucht, wenn die Horizontalsperre fehlt.

Nachhaltige Sanierung bedeutet: zuerst die Ursache finden, dann die richtige Methode wählen, dann fachgerecht ausführen — nach anerkannten Regeln der Technik. Das dauert manchmal etwas länger als ein schneller Anstrich, spart langfristig ein Vielfaches der Kosten.

So gehen wir vor: Bestandsaufnahme, Diagnose, Sanierung

Wir bei Flarent arbeiten nach einem klaren Ablauf:

  • Erstbegehung: Wir besichtigen den Schaden vor Ort, dokumentieren und messen — wenn sinnvoll mit Feuchtigkeitsmessung oder Thermografie.
  • Ursachenanalyse: Ein Bauschaden hat immer einen Grund. Wir finden ihn, bevor wir ein Angebot legen.
  • Sanierungskonzept: Sie erhalten ein schriftliches Konzept mit klarem Leistungsumfang und nachvollziehbaren Kosten.
  • Ausführung: Eigenes Fachpersonal, persönlicher Bauleiter, Bautechnik und Haustechnik aus einer Hand.

Ob Riss im Zinshaus im 7. Bezirk oder feuchter Keller in 1090 — wir kennen die Besonderheiten des Wiener Altbaus und arbeiten damit, nicht dagegen.

Was kostet eine Bauschadensanierung?

Die Kosten hängen stark vom Schadenstyp ab. Damit Sie eine Orientierung haben, hier ehrliche Richtwerte:

  • Haarriss-Sanierung: ab 300–500 Euro
  • Rissinjektion Mauerwerk (3 Laufmeter): 500–1.000 Euro
  • Horizontalsperre per Injektion: 100–300 Euro pro Laufmeter
  • Schimmelsanierung: ab 500 Euro
  • Kellersanierung: 2.000–30.000 Euro je nach Umfang
  • Fassadensanierung: 80–250 Euro pro m²

Unser Tipp: Kalkulieren Sie im Altbau immer 10–20 % Puffer ein. Hinter Putzschichten und unter Estrich finden sich im Gründerzeithaus regelmäßig Überraschungen — aber mit uns keine bei den Kosten. Wir kommunizieren Mehrbedarf sofort und transparent.

Förderungen nutzen und Kosten senken

Viele Bauschaden-Sanierungen lassen sich mit Förderprogrammen kombinieren — besonders wenn eine thermische Verbesserung oder ein Heizungstausch Teil des Projekts ist:

  • MA 50 Wien: Investitionszuschüsse für thermische Sanierungen, Fassadenarbeiten und Abdichtungsmaßnahmen an Wohngebäuden
  • Sanierungsoffensive (Kesseltausch): Förderung für den Umstieg von fossilen Heizsystemen — relevant, wenn bei der Sanierung auch die Heizung erneuert wird
  • Bundesdenkmalamt: Eigene Förderwege für denkmalgeschützte Gebäude

Wir beraten Sie, welche Förderungen für Ihr Projekt in Frage kommen, und unterstützen bei der Antragstellung. Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Beitrag zur Altbausanierung in Wien.

Prävention: Frühzeitig handeln statt teuer reparieren

Der beste Bauschaden ist der, der gar nicht entsteht. Regelmäßige Inspektion spart langfristig Geld:

  • Fassade und Dach mindestens jährlich visuell prüfen
  • Keller und Erdgeschoß auf Feuchtigkeit kontrollieren
  • Risse dokumentieren und beobachten — verändern sie sich?
  • Leitungen älter als 40 Jahre: Zustand prüfen lassen
  • Nach starkem Regen: Dachboden und Keller kontrollieren

Ein frühes Gesamtkonzept zur Sanierung kann mehrere Einzelmaßnahmen bündeln und spart oft erhebliche Kosten. Aus einer unbehandelten Kleinigkeit kann sonst rasch ein Projekt werden, das 15.000–30.000 € verschlingt.

Einen vollständigen Überblick über Kosten und Ablauf der Sanierung finden Sie in unserem Leitfaden zur Wohnungssanierung in Wien.

Sie haben einen Schaden entdeckt und sind unsicher, ob Sie handeln müssen? Schreiben Sie uns — wir schauen uns das an und beraten Sie ehrlich: Zur Kontaktseite

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