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Die Badsanierung im Wiener Altbau stellt besondere Anforderungen — von Tramdecken über alte Steigleitungen bis zur begrenzten Aufbauhöhe. Wir zeigen, worauf Sie achten müssen, was es kostet und wie der Ablauf aussieht.

Badsanierung im Altbau: Planung, Kosten und häufige Fragen

Badsanierung im Altbau: Planung, Kosten und häufige Fragen

Das Badezimmer, das jeder kennt

Hohe Decken, Fischgrätparkett, Flügeltüren — und dann das Badezimmer: klein, dunkel, mit Fliesen aus den 1980er-Jahren, einer Badewanne mit Duschvorhang und einem Durchlauferhitzer, der bei jedem Aufdrehen eine Gedenkminute braucht. So sieht die Realität in vielen Wiener Altbauwohnungen aus. Irgendwann reicht es. Und wenn der Wasserdruck nachlässt, die Fugen bröckeln und unter der Badewanne der Estrich feucht wird, dann ist es höchste Zeit.

Eine Badsanierung im Altbau ist allerdings kein Wochenendprojekt. Hinter den schönen Gründerzeitfassaden stecken Tramdecken, Leitungen aus der Nachkriegszeit und Aufbauhöhen, die jeden Zentimeter Planung erfordern. Genau deshalb sollten Sie das Projekt einem Generalunternehmer anvertrauen, der Sanitär, Elektrik, Estrich, Abdichtung und Fliesen aus einer Hand koordiniert. Vereinbaren Sie jetzt eine kostenlose Erstbesichtigung — wir schauen uns Ihr Bad an und beraten Sie ehrlich, was möglich ist und was es kostet.

Warum die Badsanierung im Altbau anders ist

Im Neubau verlegt man Leitungen und Estrich nach Plan. Im Wiener Altbau trifft man auf gewachsene Strukturen, die über Jahrzehnte verändert, ergänzt und manchmal provisorisch repariert wurden. Das macht die Badsanierung anspruchsvoller — aber mit der richtigen Planung absolut machbar.

Tramdecken und Aufbauhöhe

In Gründerzeithäusern bestehen die Geschossdecken häufig aus Holztramdecken oder Kappendecken. Der bestehende Bodenaufbau ist oft nur fünf bis sieben Zentimeter hoch — das wird eng, wenn Sie eine bodenebene Dusche wünschen. Für das nötige Gefälle zum Bodenablauf braucht man mindestens sieben Zentimeter Aufbauhöhe. Ist das nicht vorhanden, gibt es Lösungen: flache Ablaufsysteme, Ablaufpumpen oder eine leicht erhöhte Duschtasse. Wir prüfen bei der Erstbesichtigung, welche Variante bei Ihnen funktioniert.

Alte Steigleitungen und Wasseranschlüsse

Die Steigleitungen im Wiener Altbau sind häufig noch aus Guss oder verzinktem Eisen — und nach 50 oder mehr Jahren am Ende ihrer Lebensdauer. Sichtbarer Rost, niedriger Wasserdruck oder feuchte Flecken an den Wänden sind typische Warnsignale. Eine Badsanierung ist der ideale Zeitpunkt, um auch die Sanitärleitungen gleich mitzutauschen. Das ist zwar ein Mehraufwand, spart Ihnen aber eine zweite Baustelle in wenigen Jahren.

Elektrik im Altbau-Bad

In vielen Altbauwohnungen gibt es im Bad weder einen FI-Schutzschalter noch ausreichend Steckdosen. Die Elektrik stammt oft aus derselben Ära wie die Sanitärinstallation — und entspricht längst nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards. Bei einer Badsanierung erneuern wir deshalb auch die Elektroinstallation im Nassbereich: neuer FI-Schutzschalter, ausreichend Stromkreise, Spiegelbeleuchtung und Steckdosen nach OVE E 8101.

So läuft eine Badsanierung im Altbau ab

Ein klarer Ablauf sorgt dafür, dass Ihr neues Bad termingerecht und ohne böse Überraschungen fertig wird. So sieht unser bewährter Prozess aus:

1. Erstbesichtigung und Bestandsaufnahme — Wir kommen zu Ihnen, nehmen das bestehende Bad auf, prüfen Aufbauhöhen, Leitungsverläufe und den Zustand der Decke. Kostenlos und unverbindlich.

2. Planung und Festpreisangebot — Sie erhalten ein detailliertes Angebot mit allen Positionen: Abbruch, Sanitär, Elektrik, Estrich, Abdichtung, Fliesen, Montage. Keine versteckten Kosten.

3. Abbruch und Entsorgung — Die alten Sanitärobjekte, Fliesen und der bestehende Estrich werden fachgerecht entfernt und entsorgt. Bei Schadstoffen wie altem Fliesenkleber prüfen wir vorab, ob eine Laboranalyse nötig ist.

4. Rohinstallation — Neue Wasser- und Abwasserleitungen werden verlegt, die Elektrik im Nassbereich erneuert. Falls die Steigleitung getauscht werden muss, koordinieren wir das mit der Hausverwaltung.

5. Estrich und Abdichtung — Der neue Estrich wird eingebracht, bei der Dusche mit dem nötigen Gefälle. Anschließend folgt die normgerechte Abdichtung — das Um und Auf gegen Feuchtigkeitsschäden.

6. Fliesen und Oberflächenarbeiten — Boden- und Wandfliesen werden verlegt, verfugt und versiegelt.

7. Montage und Inbetriebnahme — WC, Waschtisch, Dusche, Armaturen und Accessoires werden montiert. Gemeinsame Endabnahme, Übergabe aller Protokolle. Fertig ist Ihr neues Bad.

Die reine Bauzeit liegt bei einer typischen Altbau-Badsanierung zwischen drei und fünf Wochen — abhängig vom Umfang und davon, ob Leitungen getauscht werden müssen.

Was kostet eine Badsanierung im Wiener Altbau?

Preistransparenz ist uns wichtig. Deshalb hier ehrliche Richtwerte, speziell für den Altbau, wo der Aufwand typischerweise höher ist als im Neubau:

  • Einfache Badsanierung (5–8 m²): 10.000 bis 18.000 Euro — neue Sanitärobjekte, Fliesen, Verrohrung innerhalb des bestehenden Grundrisses
  • Gehobene Badsanierung mit Leitungstausch: 18.000 bis 28.000 Euro — bodenebene Dusche, Vorwandinstallation, neue Elektrik, Markenarmaturen
  • Komplettumbau mit Grundrissänderung: 25.000 bis 35.000 Euro — Versetzung von Wänden, komplett neue Leitungsführung, barrierefreie Ausführung

Im Altbau sollten Sie zusätzlich einen Puffer von zehn bis fünfzehn Prozent einplanen. Hinter den Fliesen zeigt sich manchmal erst der wahre Zustand — marode Leitungen, durchfeuchteter Estrich oder schadhafte Abdichtungen. Überraschungen gehören im Altbau einfach dazu. Mit uns aber keine bei den Kosten: Wir erstellen nach der Besichtigung ein verbindliches Festpreisangebot, und was drinsteht, gilt.

Jedes Bad ist anders. Lassen Sie sich ein individuelles Angebot erstellen — die Erstbesichtigung und Beratung ist kostenlos.

Bodenebene Dusche im Altbau: geht das?

Die Walk-in-Dusche ohne Schwelle ist der häufigste Wunsch bei Badsanierungen. Im Altbau ist sie möglich — aber nicht in jeder Situation ohne Weiteres. Die entscheidende Frage ist die Aufbauhöhe über der Rohdecke. Für ein funktionierendes Gefälle zum Bodenablauf braucht man mindestens sieben Zentimeter.

In vielen Gründerzeithäusern reicht der vorhandene Aufbau dafür aus, vor allem wenn der alte Estrich ohnehin entfernt wird. Bei Tramdecken mit sehr geringem Aufbau gibt es Alternativen: extraflache Rinnenablaufsysteme oder Ablaufpumpen, die das Wasser auch bei minimalem Gefälle zuverlässig abführen. Eine leicht erhöhte Duschtasse mit nur zwei bis drei Zentimetern Schwelle ist eine weitere Option, die barrierefrei und gleichzeitig praxistauglich ist.

Wir klären bei der Erstbesichtigung, was in Ihrem Bad machbar ist — ehrlich und ohne falsche Versprechen.

Barrierefreiheit als kluge Investition

Barrierefreies Bauen ist längst kein Nischenthema mehr. Schwellenfreie Dusche, unterfahrbarer Waschtisch, WC mit erhöhter Sitzfläche und stabile Haltegriffe machen das Bad für alle Altersgruppen komfortabler. Und falls Sie oder Ihre Angehörigen das Bad eines Tages mit eingeschränkter Mobilität nutzen, ist alles bereits vorbereitet.

Die Stadt Wien fördert den barrierefreien Badumbau über die Wohnbauförderung der MA 50. Für Personen ab 60 Jahren gibt es nicht rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 50 % der förderbaren Kosten, maximal 7.500 Euro. Wir beraten Sie zu den Voraussetzungen und unterstützen bei der Antragstellung.

Förderungen für die Badsanierung in Wien

Viele Eigentümer wissen nicht, dass es für Badsanierungen attraktive Förderungen gibt. Die wichtigsten im Überblick:

  • Handwerkerbonus: Die Bundesförderung erstattet 20 % der Netto-Arbeitskosten bei Sanierungen im privaten Wohnbereich. Sanitärinstallation, Fliesenarbeiten und Elektrik sind ausdrücklich förderfähig. Alle Details unter handwerkerbonus.gv.at.
  • MA 50 — Wohnbauförderung Wien: Fördert den Ersteinbau von Bad oder WC (Substandardanhebung) sowie den barrierefreien Umbau mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen.
  • Kesseltausch: Wenn Sie bei der Badsanierung auch den alten Durchlauferhitzer oder die Gastherme stilllegen und auf ein erneuerbares System umsteigen, können Sie die Bundesförderung „Kesseltausch" in Anspruch nehmen.

Die Förderlandschaft ändert sich regelmäßig. Wir halten uns auf dem Laufenden, damit Sie es nicht müssen — und prüfen bei jedem Projekt, welche Programme für Sie in Frage kommen.

Badsanierung als Teil der Gesamtsanierung

In vielen Fällen ist die Badsanierung der Auslöser für eine umfassendere Altbausanierung. Und das ist klug: Wenn ohnehin die Wände offen sind, lohnt es sich, gleich die gesamte Elektrik zu erneuern, die Heizung zu modernisieren oder den Grundriss anzupassen. Als Generalunternehmer mit eigenem Fachpersonal für Bautechnik und Haustechnik koordinieren wir alle Gewerke — Installateur, Elektriker, Fliesenleger, Estrichleger, Maurer — aus einer Hand. Ein persönlicher Bauleiter ist Ihr einziger Ansprechpartner während des gesamten Umbaus.

Mehr zum Thema Wohnungssanierung im Wiener Altbau und zur Erneuerung der Elektrik im Zuge einer Sanierung lesen Sie in unseren weiteren Beiträgen.

Lassen Sie uns über Ihr Bad sprechen

Vergilbte Fliesen, tropfender Wasserhahn, eine Badewanne, die nicht mehr zeitgemäß ist — Sie wissen selbst am besten, was Ihr Bad braucht. Wir wissen, wie es im Wiener Altbau umsetzbar ist. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Nachricht. Die Erstbesichtigung und Beratung ist kostenlos und unverbindlich.

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